Offenlandgebiete gehören zu den wertvollsten Ökosystemen unserer Kulturlandschaft. Grünland, Heiden, Moore und auch Äcker sind nicht nur für zahlreiche Pflanzen und Tiere wichtige Lebensräume, sondern spielen auch im Klimawandel eine entscheidende Rolle. Sie zu erhalten, zu pflegen und zu renaturieren, ist das oberste Ziel unserer Forschung.
Offenlandinfo ist eine Plattform der Arbeitsgruppen von: Prof. Dr. habil. Sabine Tischew, Prof. Dr. habil. Anita Kirmer, Prof. Dr. Annett Baasch, Prof. Dr. habil. Christina Fischer und Prof. Dr. Markus Meyer an der Hochschule Anhalt.
Für aktuelle Informationen und Einblicke in unsere Forschungsaktivitäten folgen Sie uns gerne auf Instagram oder LinkedIn
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Master-Studierende in Aktion – Planung von Naturschutzmaßnahmen mit Akteuren aus der Praxis
Die Planung von Naturschutzmaßnahmen ist jedes Jahr Gegenstand im Modul „Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen“. Dabei arbeiten wir mit zahlreichen Akteuren aus der Praxis zusammen, die eine reale Projektfläche zur Verfügung stellen, welche naturschutzfachlich aufgewertet werden soll. Es gilt zuerst den aktuellen Flächenzustand zu ermitteln, bspw. die Biotopqualität und das Arteninventar. Anschließend entwickeln die Studierende in Gruppen Aufwertungsszenarien, inklusive einer konkreten Maßnahmenplanung und Kostenschätzung. Die verschiedenen Maßnahmenkonzepte der Studierenden können als Inspiration für die Praxisakteure dienen oder werden sogar später in die Tat umgesetzt.
In diesem Jahr standen die Steinkuhlen bei Friedrichsaue und Hausneindorf im Fokus. Die Studentin Anneke Hoppe hat Eindrücke vom Tag der Flächenbesichtigung am 5.5.2026 festgehalten – im Video zu sehen sind die Studierenden des 2. Fachsemesters MLP, die Kursleitung Prof. Baasch sowie Dr. Antje Birger von der Stiftung Kulturlandschaft, Dr. Karina Engst als Mitarbeiterin des Scabiosa-Projektes, Matthias Haase vom Landschaftspflegeverband Grüne Umwelt und Ines Pozimski von der Landgesellschaft.
Insgesamt war dies wie immer eine sehr gelungene, praxisnahe Lehrveranstaltung mit gutem Austausch zwischen den Akteuren aus der Praxis und den Studierenden – Herzlichen Dank an alle Anwesenden!
Video: A. Hoppe
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New publication by Williams C. Iwebema et al! 🎉
We are pleased to share the latest AgriRestore publication in MethodsX, presenting a rapid and robust HPLC-based method for measuring soil enzyme activities using 4-nitrophenyl-linked substrates.
Soil enzyme activities are widely used as indicators of microbial functioning and nutrient cycling; however, conventional spectrophotometric assays often struggle when analysing carbon- or humus-rich soils because naturally occurring organic matter causes significant background colour interference.
In this study, the authors developed a fast HPLC method that overcomes these challenges by selectively separating 4-nitrophenol from humic substances before quantification. With a chromatographic run time of just 2.7 minutes, the method eliminates the need for substrate-free soil controls while providing reliable measurements, even in highly organic soils.
The approach can be applied to a wide range of 4-nitrophenyl-based enzyme assays, making it a valuable tool for soil science and restoration research.
Wir freuen uns, die neueste Veröffentlichung aus dem AgriRestore-Projekt in MethodsX vorzustellen. Die Studie präsentiert eine schnelle und robuste HPLC-Methode zur Bestimmung von Bodenenzymaktivitäten mithilfe von 4-Nitrophenyl-gekoppelten Substraten.
Bodenenzymaktivitäten sind wichtige Indikatoren für die mikrobielle Aktivität und den Nährstoffkreislauf. Die neue Methode ermöglicht zuverlässige Messungen selbst in stark organischen Böden und ist mit einer Laufzeit von nur 2,7 Minuten besonders effizient.
Read the full paper here: https://doi.org/10.1016/j.mex.2026.104026
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Auf Exkursion am Süßen See: Studierende tauschen den Hörsaal mit der freien Landschaft…
Im Rahmen des Moduls „Landschaftspflege und -entwicklung“ im Bachelorstudiengang „Naturschutz und Landschaftsplanung“ an der @hsanhalt waren wir im Mai am Süßen See und auf dem Läusehügel bei Langenbogen im Mansfelder Land unterwegs.
An den Hängen nördlich des Süßen Sees kommen Trockenlebensräume vor, die nicht nur hinsichtlich ihrer Artenvielfalt, sondern auch aufgrund ihrer räumlichen Ausdehnung beeindrucken
Für den Erhalt der verschiedenen Trockenrasen am Süßen See ist eine kontinuierliche Pflege in Form von Beweidung essenziell. Welche Herausforderungen hierbei zu bewältigen sind und was es genau heißt, die in vielen Bereichen steilen Flächen mit Schafen und Ziegen zu beweiden, darüber haben wir uns mit Michèle Siebmann von der @schaeferei_suesser_see vor Ort ausgetauscht. Das interessante Gespräch mit der Schäferin, die Einblicke in Beweidungspraxis und förderpolitischen Rahmenbedingungen sowie aktuellen Herausforderungen waren besondere Highlights der Exkursion.
Eine ganz andere Flächensituation haben wir uns auf dem Läusehügel – einem kleinen Flächennaturdenkmal bei Langenbogen – angesehen. Die flache Kuppe liegt inmitten von intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen und umfasst nur ca. 0,3 Hektar. Trotz der geringen Flächengröße kommt hier eine Vielzahl an verschiedenen wertvollen Trockenrasen-Arten vor - u.a. der Dänischer Tragant (Astragalus danicus), die Graue Skabiose (Scabiosa canescens), der Niederliegende Ehrenpreis (Veronica prostrata), der Berg-Klee (Trifolium montanum), das Haar-Pfriemengras (Stipa capillata). Inwieweit wir im Naturschutz auch solche kleinen Reliktstandorte – sogenannte Splitterflächen – erhalten können und was es dazu braucht, wurde auf der Exkursion thematisiert.
Wie hier, so tauschen die Studierenden des Bachelorstudiengangs Naturschutz und Landschaftsplanung in vielen Modulen ihres Studienplanes den Hörsaal mit der freien Landschaft.
Fotos: Paula Fuchs
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13. Netzwerktreffen Renaturierung in Bernburg: Wir feierten das 10-jährige Jubiläum des Netzwerkes in großer Runde mit über 80 Teilnehmenden.
Am ersten Tag gab es ein vielseitiges Programm aus Vorträgen (Bilder 2-3), welche online auch zur Verfügung stehen (https://renaweb.standortsanalyse.net/veranstaltungen/#archiv), und einem anschließenden Rundgang zu den vielen Ver-suchsflächen unserer Arbeitsgruppe auf dem Campus, bspw zu denen von #RegioProD (Bilder 4-6). Auch Austausch und Erholung kamen dabei nicht zu kurz (Bild 7).
Am zweiten Tag führen Exkursionen entweder in die Oranienbaumer Heide (Bild 8) oder zu den angesäten Etablierungsfenstern von #WeideVielfalt in den Wulfener Bruch (Bild 1 unten, 9-10).
Vielen Dank für Eure Teilnahme, die anregenden Diskussionen und die zahlreichen positiven Rückmeldungen!
Die Organisation war uns eine große Freude, die uns als Team zusammengebracht hat (großer Applaus an alle Beteiligten!).
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Nächste Veranstaltung des Botanischen Vereins
Am Samstag den 11.07.2026 findet eine Exkursion zur Einführung in die Rubus-Bestimmung (Brombeeren) statt.
Brombeeren gehören zu den artenreichsten Pflanzengattungen Mitteleuropas und faszinieren durch ihre enorme Formenvielfalt. Obwohl die Bestimmung anspruchsvoll ist, kann die Beschäftigung damit schnell zu Erfolgen führen, v.a. wenn man die Unterschiede erläutert bekommt.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Treffpunkt: 10:00 Uhr, Meinsdorf, Friedhof, Bergstraße 2 (51.914342, 12.251592)
Organisation: Hendrik Pannach
Weitere Infos unter: https://botanischer-verein-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2026/02/Veranstaltungen_2026_BV-ST_Programm.pdf
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Studierende des Bachelorstudiengangs Naturschutz und Landschaftsplanung mit @Sandra Dullau in den Weißen Karpaten auf botanischer Exkursion.
Schnell den Exkursionsplan umgestellt, konnten wir trotz Hitzewelle gut unterwegs sein. Bereits am sehr frühen Morgen war die Motivation hoch und auch am letzten Abend bei der Plant Race am Flussufer noch ungebrochen. Die Studierenden lernten nicht nur neue Pflanzenarten kennen, die wir hier in Deutschland nur selten zu sehen bekommen, sondern auch verschiedene Renaturierungsprojekte in der Region und das „White Carpathian House of Nature“ mit einer eindrucksvollen Ausstellung zur einzigartigen Naturausstattung der Gebirgsregion. https://www.dumprirody.cz/en/bilekarpaty/
Highlights dieses Jahr waren unter anderem:
🟣Wiesen-Siegwurz (Gladiolus imbricatus)
🟡 Stängelloser Tragant (Astragalus excapus)
🟠 Großer Schillerfalter (Apatura iris)
Vielen Dank an Ivana Jongepierová für die Einladung und den großartigen Einblick in ihre Region und Projekttätigkeit! 🙏
📸 S. Dullau, K. Hobritz
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Wie bewegen sich Wildbienen durch Agrarlandschaften? 🐝
Genau das untersucht @Aline Brosch mithilfe eines harmonischen Radars, um die Bewegungen von Wildbienen nachzuverfolgen.
Um ihre Flugrouten aufzuzeichnen, werden kleine Tags an den Wildbienen befestigt, die das Radarsignal in einem Umkreis von bis zu 250 Metern reflektieren. So können wir erkennen, welche Bereiche der Untersuchungsflächen von den Wildbienen genutzt, bevorzugt oder gemieden werden.
Durch den Vergleich von Blühstreifen und Kontrollflächen möchten wir untersuchen, wie sich die Raumnutzung der Wildbienen zwischen den beiden Flächentypen unterscheidet.
How do wild bees move through agricultural landscapes? 🐝
That’s what @Aline Brosch is investigating using harmonic radar to track wild bee movements.
To record their flight paths, we attach small tags to the bees that reflect the radar signal within a radius of up to 250 metres. This allows us to identify which areas of the study sites the bees use, prefer, or avoid.
By comparing wildflower strips with control areas, we aim to understand how wild bees’ space use differs between the two types of habitats.
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Letzte Woche konnte das Team Offenlandinfo in der Strohhütte zahlreiche Besucher:innen der DLG Feldtage begrüßen!
Das Verbundprojekt Blütenvielfalt – RegioProD, die Projekte TEAM#UP, DiMa-PV und weitere Projekte aus unserer Arbeitsgruppe haben ihre Projektinhalte und -ziele vorgestellt.
An zwei Tagen wurden Sachsen-Anhalts Ministerpräsident und Staatssekretär auf der Sachsen-Anhalt-Parzelle willkommen geheißen. Auch mit Akteuren aus der Landwirtschaft, interessierten Bürger:innen und (potenziellen) Studierenden hatten wir einen guten Austausch.
Vielen Dank, dass ihr da wart!
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Die Graue Skabiose und ihre Lebensräume – erhalten – schützen – fördern…
Im letzten Jahr unseres Projektes stehen Bemühungen zur Verstetigung von Maßnahmen zum Erhalt von Scabiosa & Co im Projektgebiet genauso im Vordergrund wie z.B. der Transfer der erhobenen Daten an die zuständigen Behörden und Institutionen. Um hierfür das Vorgehen mit den verschiedenen Akteur:innen abzustimmen, fand im Mai ein Strategie- und Vernetzungsworkshop an der Hochschule Anhalt in Bernburg-Strenzfeld statt.
Im Fokus der zweitätigen Veranstaltung standen unsere Projekthemen „Bestands- und Gefährdungsanalyse von ausgewählten Verantwortungsarten der Trockenrasen“, „Maßnahmenkonzeptionen und -umsetzungen zum Erhalt und zur Förderung der Arten und Lebensräume“ sowie „Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Artenschutz“.
Mit einem Grußwort eröffnete Dr. Sandra Skowronek (Leiterin des Fachgebietes II 1.2 - Botanischer Artenschutz vom Bundesamt für Naturschutz) den Workshop. Neben interessanten Vorträgen unserer Gastreferent:innen: Dr. Daniel Lauterbach (Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg), Dr. Marion Mehring (ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung) und Dr. Erik Welk (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) präsentierten wir Projektergebnisse aus den verschiedenen Arbeitspaketen. Zudem fand ein vielfältiger Austausch zu den Themen des Workshops in Gruppen- und Einzelgesprächen statt.
Auch die Exkursion am zweiten Tag zu Projektflächen im Bereich des Süßen Sees mit Vorkommen der Grauen Skabiose (Scabiosa canescens) und des Stängellosen Tragants (Astragalus exscapus) diente der Vernetzung. Hier wurden flächenkonkret mögliche Strategien für den Erhalt der Vorkommen unserer Projektarten in Bezug auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen besprochen.
📷 P. Fuchs, M. Werner, O. Himmighofen
#bpbv #biodiversität #artenschutz #naturschutz #scabiosa
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Vielfalt in Solarparks 🔆 ⚡ 🐑 🌱
Im DiMa-PV Projekt sind wir seit ca. einem Monat in Solarparks in Hessen und Mitteldeutschland unterwegs, um Vegetationsaufnahmen anzufertigen, wobei wir ein großes Artenspektrum erleben konnten.
Die Solarparks in den verschiedenen Regionen Deutschlands werden unterschiedlich gemanagt (beweidet oder gemulcht) und unterscheiden sich weiterhin in ihrem Anlagendesign: in der Breite der Modulzwischenräume, der Tiefe der Modulreihen und Modulanordnung.
Neben den Standortbedingungen sind dies Einflussgrößen auf die Vegetation und die Tierartengemeinschaften in Solarparks. Wir sind daher sehr gespannt, welches Gesamtbild sich in den Auswertungen ergibt.
✨ Das #DiMaPV-Projekt wird gefördert vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
Weitere Informationen unter: https://offenlandinfo.de/projekt/dima-pv/
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Biodiversität in Zeiten des Klimawandels: Wie lassen sich Grünlandflächen besser an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen?
Dieser Frage widmet sich das Projekt #KlimaGrünland und pflanzte vergangenen Hebst fast 2000 trockenheitsangepasste Jungpflanzen in ein bestehendes Grünland in Bernburg-Strenzfeld. Nun wird im Rahmen einer Bachelorarbeit untersucht, wie erfolgreich sich die 32 gepflanzten Arten etablieren konnten und welchen Einfluss die umgebende Vegetation auf ihre Entwicklung hat.
🌱 Für artenreiches und resilientes Grünland von morgen.
Das Projekt KlimaGrünland wird gefördert von der Europäische Union über das Programm Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Sachsen-Anhalt.
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🚌🌿 KompetenzGrün unterwegs auf Demonstrationsflächen
In der vergangenen Woche waren wir mit Teilnehmenden unserer Weiterbildungsreihe auf Exkursion zu den Demonstrationsflächen von KompetenzGrün im Landkreis Anhalt-Bitterfeld und im Burgenlandkreis.
Vor Ort konnten wir die Entwicklung verschiedener naturnaher Begrünungen betrachten und darüber sprechen, welche Faktoren für eine erfolgreiche Anlage und langfristige Entwicklung entscheidend sind. Im Mittelpunkt standen dabei die vorkommenden Wildpflanzen, die Pflege der Flächen und die Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung.
Besonders wertvoll war der Austausch zwischen den Teilnehmenden und die Diskussion darüber, welche Herausforderungen und Chancen sich bei der ökologischen Aufwertung von Grünflächen ergeben.
Vielen Dank an alle, die dabei waren!
📸 R. Meyer
Das Projekt KompetenzGrün ist Teil des Bundesprogramms STARK, das Regionen im Strukturwandel stärkt. Ziel ist es, die Entwicklung Grüner Infrastruktur zu fördern und damit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Landschaftsentwicklung in den ehemaligen Kohlerevieren Sachsen-Anhalts zu leisten.
@hsanhalt
@bundeswirtschaftsministerium
@mwu.lsa