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ArtenWache: Gemeinsam schützen und bewahren – Monitoring seltener und gefährdeter Pflanzenarten & Mitmach-Pflegeaktionen zum Erhalt wertvoller Trockenrasen

Das ArtenWache-Projekt zielt darauf ab, die biologische Vielfalt in Sachsen-Anhalt zu erhalten, indem es sich auf den Schutz und die Förderung seltener und gefährdeter Pflanzenarten und ihrer Lebensräume konzentriert. Insbesondere werden Arten, für die Deutschland eine besondere Verantwortung trägt, in den Fokus genommen. Durch die Umsetzung von Maßnahmen für Lebensräume und Populationen sollen ihre Bestände erhalten und gefördert werden. Die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung ist ein besonderes Anliegen des Projektes. Verschiedene ArtenWache-Mitmach-Aktionen sollen dazu beitragen, dass das Bewusstsein und das Engagement für den botanischen Artenschutz sowie den Lebensraumschutz gefördert werden.

Das Projekt ist in zwei zentrale Arbeitspakete unterteilt:

  1. Maßnahmen & Mitmach-Aktionen: Das Arbeitspaket konzentriert sich auf die Organisation und Durchführung von Maßnahmen für Arten und Lebensräume. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten ArtenWache-Mitmach-Aktionen, welche die lokale Bevölkerung aktiv in den Schutz und die Förderung gefährdeter Pflanzenarten und deren Lebensräume einbinden. Es werden aktive Beteiligungsformate wie Pflegetage (Entbuschung, Mahd), Pflanztage (Ausbringung junger Pflanzen) und Beweidung durchgeführt. Ziel ist es, die Bevölkerung vor Ort für den Artenschutz zu begeistern, gemeinsam praktische Maßnahmen umzusetzen und das regionale ökologische Bewusstsein zu fördern.
  2. Monitoring: Im zweiten Arbeitspaket werden artspezifische Monitoringkonzepte für mehrere ausgewählte Verantwortungsarten der trockenen und offenen Lebensräume entwickelt und getestet. Hierbei werden verschiedene Rahmenbedingungen (z.B. Häufigkeit der Art, Schutzstatus, Lebensraum) beachtet. Das übergeordnete Ziel ist es, den Zustand dieser seltenen und gefährdeten Arten noch besser überwachen, ihre Gefährdung bewerten und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung noch gezielter umsetzen zu können.

Hintergrund:

Die Berichtsdaten zum FFH-Monitoring der letzten Jahre zeigen eine Verschlechterung des Erhaltungszustands von Trockenrasen-Lebensräumen (u.a. Lebensraumtyp 6210* – Naturnahe Kalk-Trockenrasen und Lebensraumtyp 6240* – Subpannonische Steppen-Trockenrasen). Historisch wurden diese Lebensräume durch Beweidung genutzt. Aktuell sind Unternutzung und Nutzungsaufgabe große Gefährdungsfaktoren, die zu Nährstoffakkumulation, Vergrasung sowie Verbuschung führen. Dies bewirkt eine weitere Verschlechterung der Habitate und eine fortschreitende Fragmentierung der Lebensräume. Damit geht auch eine starke Gefährdung von Pflanzenarten der Trockenrasen einher, für welche eine besondere Verantwortung besteht.

Projektschwerpunkte

Das Projekt zielt somit darauf ab:

  1. das Monitoring seltener und gefährdeter Pflanzenarten zu verbessern,
  2. Maßnahmen zum Schutz bzw. zur Förderung der Arten umzusetzen und
  3. durch gemeinschaftliche Anstrengungen und gemeindebasierte Mitmach-Aktionen die Bevölkerung aktiv in den Schutz dieser Arten und Lebensräume einzubinden.

Projektgebiet

Sachsen-Anhalt